Lösungen für ... Umgang mit Ängsten und Panikanfällen

Umgang mit Ängsten und Panikanfällen

Ängste sind etwas ganz Normales und haben auch in vielen Situationen ihre Berechtigung. Sich in einer einsamen Gegend zu ängstigen ist beispielsweise ganz natürlich und es ist gut, wenn die Sinne und der Körper in Bereitschaft sind.

Es gibt ganz viele verschiedene Ängste, die sich in Bezug auf Dauer, Intensität, Bezugsrahmen etc. sehr unterscheiden können. Wenn diese den Betroffenen in seinem Alltag und seiner Lebensführung einschränken und behindern, sollte in der Regel etwas unternommen und verändert werden.

Die höchste Steigerungsstufe der Ängste sind Panikattacken. Diagnostisch wird von einer Panikstörung gesprochen, wenn die Angstanfälle öfters bis mehrmals täglich auftreten. Panikanfälle haben eine Vielzahl unterschiedlicher Symptome, möglich sind:

  • Atemnot oder Erstickungsgefühle
  • Schwindelgefühle, Gleichgewichtsstörungen oder Ohnmacht
  • Herzrasen
  • Zittern
  • ungewöhnlich heftiges Schwitzen
  • Übelkeit oder Magenschmerzen
  • Gefühllosigkeit oder kribbelnde Gefühle
  • Hitze- oder Kältewellen
  • Gefühle des Kontaktverlustes zum eigenen Körper
  • Schmerzen in der Brust oder Unwohlsein

Wenn vier dieser Merkmale auftreten, dann können Sie wahrscheinlich von einer Paniksituation ausgehen. Charakteristisch für eine Panikattacke ist weiterhin der plötzliche Beginn. Innerhalb von 10 Minuten ist normalerweise der Höhepunkt des Anfalls erreicht. Neben allen oben genannten Symptomen treten nun auch Todesängste oder die Angst verrückt zu werden auf. In der Regel klingt spätestens nach 20 bis 30 Minuten die Attacke zum Glück wieder von selbst ab.

Durch den rasanten und angstmachenden Verlauf einer Panikattacke fühlen sich die Betroffenen häufig nicht in der Lage, im entscheidenden Moment durch eine Entspannungsübung zu intervenieren. Aus der Erfahrung ist allerdings bekannt, dass eine Art Panikmanagement, in dem insbesondere darauf geachtet wird, sich auf seine Atmung zu konzentrieren und gut durchzuatmen, sehr vorteilhaft ist und die Panikattacken dadurch weniger werden. Um solche Anfälle weiter besser zu bewältigen ist es zusätzlich sehr empfehlenswert, die panikfreien Zeiträume für gezielte Entspannungsübungen zu nutzen, um sich auch während der Panik entspannen zu können und dadurch Kontrolle statt Hilflosigkeit zu erlangen. Medikamente können vorübergehend die Angst mindern, sie können jedoch nicht die Ursachen beseitigen.

Ein Zustand von Angst ist im Vergleich zu einer Paniksituation zeitlich weniger begrenzt und allgemeiner. Zusätzlich zu den oben genannten Symptomen der Panik, die der Angstzustand aufweisen kann, können auch die folgenden auftreten:

  • rasches Verlieren der Fassung
  • Schlafstörungen
  • Reizbarkeit
  • Ruhelosigkeit
  • Gefühle des Eingeschlossenseins oder das Gefühl, am Abgrund zu stehen
  • Konzentrationsprobleme oder das Gefühl von Leere im Kopf
  • leichte Ermüdbarkeit

Dieser Zustand kann sehr lange anhalten - oft Stunden, Tage, Wochen oder auch noch länger. Auch in diesen Fällen ist es ratsam durch regelmäßiges Entspannungstraining den Angstzuständen entgegenzuwirken.