Lösungen für ... Hilfe bei Burnout

Umgang mit Burnout

Die meisten Menschen haben es schon einmal erlebt: Wir fühlen uns super und fit und nehmen daher eine schwierige und umfangreiche Aufgabe an. Dann wird die Zeit knapp und ein Ende erscheint nicht in Sicht – Erholung wird hinten angestellt und stattdessen weiter gearbeitet und noch mehr und noch mehr. Die Arbeit erscheint mittlerweile noch viel umfassender und kräftezehrender als am Anfang zu sein. Doch wenn einmal Energie und Einsatz in eine Sache investiert wurde, dann wird in der Regel weitergemacht, um das Gefühl zu vermeiden, dass alles umsonst gewesen ist. Dieses Phänomen wird in der Psychologie als Entrapment bezeichnet und ist ein ganz normales menschliches Phänomen. Entsprechend wird sich weiter durch die Materie gebissen und die Arbeit fortgesetzt. Und ganz plötzlich – man hat einen bestimmten Grad überschritten und nicht wahrgenommen – sind nur noch Gefühle von absoluter Leere und Ausgelaugtheit da. Unter Umständen kann die Aufgabe noch erledigt werden, doch nicht selten ist noch sehr viel zu tun und einfach keine Kraft mehr da. Die Akkus sind leer, man hat zu sehr Raubbau mit der eigenen Energie betrieben. Dieser Zustand heißt je nach Schweregrad: Müdigkeit, Erschöpfung oder Burnout.

Erschöpfung, Hoffnungslosigkeit und Überdruss sind die Hauptsymptome von Burnout. Es handelt sich um eine Auszehrung, die langsam schleichend verläuft. Der Betroffene gibt immerzu mehr Energie ab als das er Energie aufgetankt. Tragischerweise sind davon besonders Menschen betroffen, die einmal sehr begeistert und idealistisch ihre Aufgaben wahrgenommen haben. Denn damit jemand ausbrennen kann, muss er im Vorfeld einmal "entflammt" gewesen sein. Es sind demnach die besonders gut arbeitenden, die von dieser negativen Energiebilanz betroffen sind.

Neben den persönlichen Faktoren spielt auch das Umfeld – insbesondere das berufliche System – eine große Rolle bei der Entwicklung eines Burnouts. Es konnte nachgewiesen werden, dass eine Umgebung, die permanenten Einsatz verlangt, auf lange Sicht hin krank macht. Die ständige Überforderung, die meist einhergeht mit mangelnder Honorierung, führt schnell zum Burnout.

Charakteristisch für Burnout ist die körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung:

  • Die körperliche Erschöpfung macht sich durch ständige Müdigkeit und Schlappheit bemerkbar. Häufig können Betroffene trotz großer Müdigkeit nicht schlafen.
  • Die emotionale Erschöpfung zeigt sich in erhöhter Verunsicherung und Angst. Die Betroffenen fühlen sich ruhe- und hilflos sowie niedergeschlagen.
  • Die geistige Erschöpfung ist gekennzeichnet durch eine negative Einstellung zu der eigenen Person, zu dem eigenen Leben und den eigenen Tätigkeiten. Durch die geringe Selbstachtung fühlen sich die Betroffenen minderwertig, unzulänglich und glauben ihren Aufgaben nicht mehr gewachsen zu sein.

Um ein neuerliches bzw. weiteres Abrutschen zu verhindern ist es wichtig, frühzeitig Intervention und Prävention zu betreiben. Als förderlich hat sich das Entspannungstraining erwiesen sowie Beratungs- und Reflexionsgespräche.