Lösungen für ... Hilfe beim Umgang mit Schmerzen

Umgang mit Schmerzen

Wenn jemand unter Schmerzen oder anderen Beschwerden leidet, entwickelt er in der Regel eine nervliche Anspannung. Immer mehr Menschen haben beispielsweise Migräne und Spannungskopfschmerzen sowie Schmerzen in Teilen ihres Bewegungsapparates. Untersuchungen zufolge sind insbesondere Stellen der Wirbelsäle durch Stress gefährdet, an denen wichtige Querverbindungen aufgehängt sind, d.h. Nacken und Rücken. Stress übt auf diese Stellen einen enormen Druck aus, was schließlich zu Schmerzen führt. Ebenfalls erwiesen ist, dass Stress sehr oft mit eine Rolle bei Migräne spielt. Daher ist es grundsätzlich ratsam, zusätzlich zu Medikamenten und anderen Behandlungsmethoden die Fähigkeit zu erwerben, sich schnell richtig entspannen zu können. Das ist besonders wichtig, wenn Prävention angestrebt wird, d.h. die Anfänge von einer neuen Schmerzattacke bzw. -phase frühzeitig zu erkennen und durch Entspannung intervenieren zu können.

Natürlich haben viele Schmerzen auch physische Ursachen und angeborene Ursachen und ganz egal welche Ursachen hinter den Schmerzen stecken, man wird sie mit Entspannungsübungen nicht wegzaubern können - allerdings lassen sie sich dadurch sehr gut lindern. Durch die Nutzung des Entspannungszustandes für Mentaltraining und Selbsthypnose lassen sich mit der Zeit die Schmerzen weitestgehend kontrollieren. Das geschieht selektiv, d.h. begrenzt auf bestimmte Schmerzen und Körperteile. Die Wahrnehmung bezüglich neuer Empfindungen, die ein Hinweis auf eine Veränderung des Schmerzes sein könnten, ist in keinster Weise beeinträchtigt oder getrübt!

Zu Beginn des Trainings wird die Schmerzlinderung wahrscheinlich zunächst erst mal nur kurz anhalten. Doch das Befinden verbessert sich und mit zunehmender Übung wird die Erleichterung immer größer. In der Regel können Sie lernen, Schmerzen so lange zu kontrollieren, wie Sie wollen. Dr. Milton Erickson, dem Arzt und Neuerer auf dem Gebiet der Hypnotherapie, ist das beste Beispiel dafür:

Nach Beendigung der Highschool erkrankte Erickson 1919 an Kinderlähmung und war zunächst vollständig gelähmt. Er stellte sich in seinem gelähmten Zustand ganz intensiv vor, sich wieder bewegen zu können. Durch diese halluzinativen Vorstellungen erreichte er es, dass seine gelähmten Muskeln wieder aktiviert wurden. Nach knapp einem Jahr hatte er es geschafft und konnte auf Krücken gehen. Wieder ein weiteres Jahr später hinkte er lediglich noch auf der rechten Seite. Durch seine Erlebnisse mit den Visualisierungen studierte er Medizin sowie Psychologie und begann sich ausführlich mit Hypnotherapie auseinanderzusetzen. Erickson entwickelte einen neuen Ansatz und hat großen Einfluss auf andere Therapeuten und therapeutischen Richtungen und Schulen ausgeübt. 1953 erkrankte er am Post-Polio-Syndrom und ab 1976 erkrankte er ein weiteres Mal an Kinderlähmung mit Muskelschwund und multiplen Schmerzzuständen, die er durch Hypnose erneut weitestgehend kontrollieren konnte.